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Der „creative pre-incubator“ startet in die nächste Runde

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accent im Interview mit SUMOmag.at

Nach dem erfolgreichen ersten Durchlauf des Programms „creative pre-incubator“, das in Kooperation zwischen der FH St. Pölten und dem accent Gründerservice durchgeführt wird, standen uns VertreterInnen von accent und der FH St. Pölten sowie Teilnehmerinnen des Programms Rede und Antwort.

Die Idee hinter dem creative pre-incubator ist die professionelle Unterstützung ausgewählter Studierender bei der Entwicklung und Ausarbeitung ihrer Geschäftsidee. Diese werden durch die Expertise des Gründerservice accent strukturiert geleitet und halten schlussendlich einen durchdachten und ausgeklügelten Businessplan in den Händen, der auf Umsetzung wartet. Eingereicht werden können sämtliche innovativen technologischen Ideen und Dienstleistungen, hinter denen das Bewerberteam steht und die sie gerne realisieren wollen.

Für alle jene, die mit der Idee kokettieren, sich für das nächste Studienjahr für den creative pre-incubator ab 20. April 2015 zu bewerben, gingen wir mit unseren Fragen tiefer ins Detail und illustrieren nachfolgend O-Töne der ProjektteilnehmerInnen.

Als InterviewpartnerInnen standen Projektmanager von accent, Ing. Mag. (FH) Günther Hiermann, Dr. Thomas Nennadal, MBA und der Geschäftsführer Mag. Michael Moll, die Projektkoordinatorin seitens der FH St. Pölten, Mag. Therese Pestl, sowie studentische VertreterInnen von zwei teilnehmenden Projektsteams, Lisa Gringl für das Projekt „Herculess“ und Desirée Zottl für Projekt „gatherer“ zur Verfügung.

SUMOmag: Lassen Sie mich mit einem historischen Abriss beginnen: Der Gründerservice „accent“ wurde 2005 ins Leben gerufen und begleitet Start-Ups aus der Technologie-, Marketing-, Kreativindustrie etc. in Gründungsphase und teilweise auch in der Finanzierungsphase. Jetzt pointiert gefragt: Warum benötigen gerade Unternehmen aus diesem Bereich einen akademischen Background?

Günther Hiermann: Es ist natürlich nicht zwangsläufig notwendig, dass Start Up‘s einen akademischen Background haben. Die Gründeragentur „riz“ ist für Gründungen im Gewerbe/Handel/Handwerk zuständig, wir als „accent“ unterscheiden uns darin, dass wir Projekte im hochinnovativen und hochtechnologischen Bereich begleiten. Da liegt es eben in der Natur der Sache, dass etwas aus dem akademischen Sektor hervorsticht.

SUMOmag: Laut Website sind sie jedoch nicht so stark IT-lastig, wenn ich das richtig interpretiert habe.

GH: Korrekt. Das ist jetzt auch ein etwas neueres Feld für uns. Der Grund dafür ist auch schnell erklärt – gerade die IT-Szene konzentriert sich sehr stark auf den Wiener Bereich. Dort ist diese Community eher zuhause als im Umfeld Niederösterreich. Das ergibt sich so, dass wir als spezialisierter Inkubator für Gründungen in Niederösterreich zuständig sind und uns daher auf die technologischen Schwerpunktthemen in Niederösterreich fokussieren. Unser Gründerportfolio ist daher technologisch viel breiter angelegt.

SUMOmag: Weil wir vorhin den akademischen Background thematisiert haben. Mittlerweile ist es ein grassierendes Phänomen, dass immer spezialisiertere und engnischigere Lehrgänge angeboten werden. Beißt sich da nicht schon die Katze in den eigenen Schwanz? Wenn alles immer engnischiger wird – dann ist ja erst recht Coachingbedarf da, oder?

GH: Unsere Erfahrung ist es, dass gerade bei Leuten aus technischen und innovativen Bereichen die kaufmännische Seite oft in den Hintergrund gerät. Genau hier wird Beratung gerne in Anspruch genommen. Wie Sie richtig sagen – technische Dinge sind sehr spezialisiert. Da können wir nicht immer helfen, aber beratungstechnisch im kaufmännischen Bereich schon. Was Vertriebswege, Marktrecherchen und Ergebnisrechnungen betrifft: Was ist zu berücksichtigen? Was ist nicht zu vergessen? Da liegt unser Fokus in der Beratungsleistung.

SUMOmag: Stichwort: Jungpotenziale und Karrierewege. Welche Rolle spielt accent in dem Projekt des „creative pre-incubator“, das in Kooperation mit der FH St. Pölten gestartet wurde und welche Leistungen bieten sie dem Jungpotenzial?

Thomas Nennadal: Wir haben den inhaltlichen Lead dadurch übernommen, dass wir als Unternehmen die Studierenden hier im Haus massiv unterstützen und präsent sind. Der strategische Part, den wir abdecken, ist auch breit gefasst – es gab einen Workshop zu „Intellectual Property“-Recht und nachfolgend wird es – unter anderem – auch noch einen für das Thema „Vertrieb“ geben. Ebenso ist natürlich „Finanzierung“ ein relevanter Zweig. Das Know-How kommt primär von uns – wir wissen, was für junge Start-Ups wichtig ist und wir wissen, wie wir sie vorbereiten können, damit das Ganze auch erfolgsversprechend ist. Jedoch wäre ohne Zusammenarbeit und enge Kooperation mit der Fachhochschule das Projekt unmöglich durchführbar.

SUMOmag: Das heißt Sie planen und organisieren die Workshops auch – inklusive wer an diesen teilnimmt?

TN: Wir haben zwei wichtige Rollen. Einerseits der theoretische Input in Form von Workshops mit diversen Vortragenden vorrangig im Bereich „Entrepreneur“. Andererseits bieten wir das Handwerk für die einzelnen Projekte, wo Günther Hiermann immer als Ansprechperson verfügbar ist. Wo man die Gründungs- und Start-Up-Themen dann auch auf das eigene Projekt umsetzen kann und individuell eine Kontaktperson hat. Uns geht es darum, dass wir theoretisches Wissen vermitteln, das dann in die Praxis umgesetzt werden kann, um die einzelnen Projekte in ihrer derzeitigen „Station“ weiterzubringen.

Therese Pestl: Dazu möchte ich noch etwas seitens der Fachhochschule anfügen. Das Thema „Gründung“ ist für uns im alumni & career center angesiedelt, da es schließlich ein weiterer Karriereweg der AbsolventInnen sein kann. Für das Projekt bietet die FH einen co-working space im Business- und Innovationszentrum. Dort haben Studierende einen Arbeitsplatz zusammen mit dem Ansprechpartner, sie sind stets versorgt mit Informationen und können der persönlichen Kontakt nutzen. Meine Aufgabe ist es, die Schnittstelle nach innen zu sein und auch mit den Studiengängen in Kontakt zu bleiben. Ich habe immer gerne über das career center Kontakt zu den Studierenden und den Studiengangsleitern, die vielleicht wissen, dass Ideen im Rahmen der Lehre aufgekommen sind – diese kommen dann auch auf mich zu und ich gebe es weiter und fungiere also wirklich als Drehscheibe. Das Projekt ist natürlich auch für die Region einzigartig – deswegen sind wir auch mit der Partnerschaft äußerst zufrieden.

TN: Ich würde noch gerne etwas zur Entstehungsgeschichte anmerken. Wir sind vor ungefähr 2 Jahren mit Frau Fernandes zusammengesessen und haben zufällig einen Stapel von Businessplänen gesehen. Wir waren wirklich beeindruckt von der Qualität der Pläne. Nicht nur die Aufbereitung, sondern auch die Ideen. Wir haben uns gefragt, warum so gute Ideen nicht realisiert werden. Wir wussten sofort: wir brauchen etwas. Eine Zwischenstation, über die man das Projekt begleiten kann – und da sind wir wieder bei uns. Der pre-incubator ist nämlich als Vorlaufstelle zu sehen – am Ende ist etwas da, das für unseren „Inkubator“ geeignet ist. Dann können wir mit Finanzmitteln fördern und weiter unterstützen. Wir bieten weitere Unterstützung, so dass der Prozess dann richtig in die Selbständigkeit führt.

SUMOmag: Jetzt tatsächlich zu den ProjektleiterInnen – welche Erfahrungen haben Sie bis dato gemacht und wie ist das Gefühl?

Desiree Zottl: Wir haben zwar teilweise kaufmännischen Hintergrund, aber – wie man es als Programmierer so macht – haben wir immer einfach darauf los gearbeitet. Wir dachten, der creative pre-incubator könnte uns Input geben, den wir nicht haben. Schon beim ersten Workshop haben wir Infos bekommen, die wir so nie gehabt hätten. Man kommt von der FH – die praktische Erfahrung fehlt manchmal noch. Im Rahmen des Projekts haben wir den schon angesprochenen co-working space genutzt. Dort können wir ruhig arbeiten und haben direkt den Ansprechpartner neben uns. Das haben wir sonst einfach nie – so hat man auch gleich das Gefühl, dass das Projekt viel professioneller voran geht, als frühere Ideen.

SUMOmag: Dann gab es doch sicher große „AHA!“-Effekte?

DZ: Natürlich! Vor allem wurde uns klar, dass wir besser auf unsere Daten aufpassen müssen. Das war uns nie so stark bewusst – aber man sollte halt doch nicht alles in irgendwelche Clouds auslagern. Es sind schließlich unsere Ideen mit unseren Daten. Das haben wir gleich alles adaptiert. Man wüsste es zwar „eh besser“, aber man tut’s nicht. Uns wurde vor Augen geführt, dass unsere Idee und die Marke, in die wir viel Zeit investierten, auch tatsächlich wertvoll sind.

SUMOmag: Führten einzelne Projekte dann schlussendlich auch zu wieder neuen Ideen?

Lisa Gringl: Bei uns wurde ebenso durch den IP-Strategie Workshop viel ausgelöst. Nur ein Beispiel: Wir haben keine Softwarerecherche betrieben weil man in Europa auf Software kein Patent anmelden kann. Jedoch ist es interessant, auch Recherche für amerikanische Produkte zu betreiben. Es ist einfach spannend – welche Ansätze haben andere? Wie wollen die ihre Ideen schützen? Vor allem der Vorgang der Recherche selbst war für aufregend. Wir haben in der FH gleichzeitig eine Lehrveranstaltung namens „von der Geschäftsidee zum Businessplan“ gehabt – im Nachhinein muss man sagen, dass wir sicher die ausgereiftesten IP-Strategien vom ganzen Studiengang hatten, weil einfach der Input da war. Wir konnten einfach enorm viel lernen.

TP: Zusätzlich zum Programm gibt es „Status-Quo Termine“ mit Kurzpräsentationen, bei denen noch Erfahrungsaustausch zwischen den Teams stattfindet. Wir bereiten das so auf, dass es auch informell sein kann. Das ist der große Nutzen des Coworkingspaces. Man erkennt neue Dinge und kann auch andere Perspektiven einnehmen. Solche „Formate“ sind zusätzlich zu Beratung und Workshops natürlich wertvoll.

SUMOmag: Bei der Eröffnung des Programms war die niederösterreichische Landesrätin diejenige, die gesagt hat, dass es die AkademikerInnen quasi mehr anzuhalten, dass sie den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Auch eher im IT-Bereich. Pointiert gefragt: Warum eigentlich selbständig?

LG: Generell muss man sagen, dass gerade Programmierer nicht so schlecht verdienen – egal ob selbständig oder nicht. Das Geld macht es nicht aus. Es geht allen Gruppen einfach darum, dass man voll und ganz hinter dem Projekt steht. Hart gesagt: Ich arbeite lieber 12 Stunden an einem Tag an dem Projekt, das mir gefällt, als 8 Stunden mit halber Leidenschaft für einen x-beliebigen Kunden. Deshalb wäre für uns der Weg in die Selbständigkeit der Bevorzugte, wenn wir das mit unserem Projekt „Herculess“ machen können.

DZ: Es ist einfach ein Riesenunterschied, ob man seiner eigenen Idee feilt, die man für die Nutzer perfektionieren will oder ob man einfach einen Auftrag von einem Kunden bearbeitet, den man so machen muss, wie der es will. Man hat eine Mission. Die Leute verwenden dann das eigene Produkt und die Idee. Das ist das Coole daran. Das ist der Grund, warum die Selbständigkeit so attraktiv ist.

SUMOmag: Woher kommt das Unternehmergen bei euch? Kann man das sagen?

LG: Es war immer ein Wunsch von mir, „irgendwann später“ einmal selbständig zu sein. Wir haben uns in Teams zusammengefunden, wo wir gemerkt haben, wir haben intern Kompetenzen, die sich gut ergänzen. Man kann in der Gruppe viel machen und versteht sich, auch die flache Hierarchie funktioniert. Wir arbeiten zu fünft einfach gut zusammen.

SUMOmag: Die Ausschreibung für den zum zweiten Mal stattfindenden creative pre-incubator startet am 20. April. Was sind die Anforderungen a) welche die TeilnehmerInnen mitbringen müssen und b) welche Tipps können Sie geben?

TN: Wichtig ist allen voran ein hochmotiviertes Gründerteam. Jedes Projekt lebt von den Menschen dahinter. Man kann die beste Idee haben, aber ohne Team ist das nicht machbar. Es sollten mindestens zwei Leute sein. Eine Gründung ist ein Weg mit Höhen und Tiefen. Man braucht einen Partner, mit dem man es gemeinsam noch einmal angehen kann. Zweitens: Eine spannende Idee und spannendes Produkt. Mit einem USP natürlich. Das sind meiner Meinung nach die zwei Hauptkriterien: ein motiviertes Team und eine spannendende, innovative Idee.

TP: Seitens der FH gibt es die Voraussetzung, dass es FH-Studierende sind. Bei den AbsolventInnen ist es so, dass sich Jungabsolventen auch anmelden dürfen. Zum Zeitpunkt der Bewerbung darf der Abschluss nicht länger als 6 Monate zurückliegen. Es beginnt mit einer Einreichung erforderlicher Unterlagen wie Lebensläufe aller Teammitglieder, dem Konzept der Geschäftsidee und unterzeichneten Teilnahmebedingungen per E-Mail. Anschließend startet die Auswahl durch accent, wo die TeilnehmerInnen für die zweite Runde selektiert werden. Das ist dann ein Pitch-Event, wo mit Zeitlimit vor Jury präsentiert wird. Nach diesem dürfen die Jurymitglieder kurz Fragen stellen, ehe sie sich besprechen und aus dieser Gruppe noch einmal einschränken. Wir haben uns dieses Jahr auf drei teilnehmende Gruppen geeinigt.

SUMOmag: Dann werden ja dieses Jahr noch mehr Teams mitpitchen, wenn man bei den teilnehmenden Teams schon den Erfolg sehen kann! Vielen Dank für das Interview.

 

gatherer

Web: http://www.gathererapp.com

Blog: http://blog.gathererapp.com

Aktuelle Kurzbeschreibung des Projekts:

Gatherer ist die einfachste Art mit Freunden oder Kollegen einen Termin zu finden. Die App ist für iOS, Android und Windows Phone erhältlich und durch ein zusätzliches Webinterface auch für Nicht-App-User zugänglich. Über das Telefonbuch kann man seine Freunde und Kollegen blitzschnell einladen und wird sofort benachrichtigt sobald jemand für die Termine abgestimmt hat. Diese Einladungen werden automatisch über den richtigen Kanal versendet. Gatherer-App-User erhalten sofort eine Push Notification auf ihr Smartphone, alle anderen erhalten eine Mail oder ein SMS mit einem Link zum Webinterface, je nachdem welche Kontaktinformation im Adressbuch vorliegt. Durch die intelligente Kalenderintegration muss man die App nicht verlassen, um seine Termine zu überprüfen, sondern sieht diese visuell im gatherer Kalender. Es werden Premium Features angeboten, welche über ein Premium-Upgrade erworben werden können. Darunter fallen zB. ein Chat zum Event, Erinnerungen, Vorlagen usw. Zusätzlich wird ein SaaS (Software as a Service) angeboten, welches Firmen anbinden können, um für ihr eigenes Service eine fehlende Terminvereinbarung zu integrieren. Dabei bietet gatherer ein SDK für iOS, Android, Windows Phone und das Web an.

 

Herculess

Do more with less

http://www.herculess.com

Herculess ist ein Assistent für Auftragsabwicklung und intelligente Ressourcenverteilung. Es ist eine, auf PCs, Tablets und Smartphones verfügbare Anwendung, welche Unternehmen dabei hilft seine Mitarbeiter möglichst effizient einzusetzen. Dabei kann man gemeinsam innerhalb von Aufträgen Aufgaben verteilen, zu den Aufträgen Zeit erfassen und die gesammelten Daten auf verschiedene Arten auswerten. Dadurch können sich die Mitarbeiter auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren, anstatt sich mit Zeitlisten herumzuärgern, und der Auftragsleiter erspart sich Zeit durch eine effizientere Auswertung. Je länger man Herculess nutzt, desto mehr lernt es über die Aufträge und kann mit der Zeit intelligente Vorschläge für die personelle Verteilung von Aufgaben anhand von Kompetenzen und Auslastung machen. Die innovative und einfache Benutzeroberfläche erlaubt es dabei auch technisch weniger versierten Nutzern Herculess problemlos zu nutzen.

 

amago creating impressions

https://www.facebook.com/amago.at

http://www.amago.at

Ein neuartiges Konzept zur Studiofotografie bietet ein weitgehend automatisiertes, interaktiv gestaltbares Do-It-Yourself („Shoot-It-Yourself“) Fotostudio, in dem der Laie zum Fotografen wird und selber hochwertige Studiofotos erstellen kann. Dabei soll eine betretbare „Fotobox“ , in welcher die hochwertiger Ausrüstung installiert ist, einerseits dem Kunden bei z.B. Events zur Verfügung gestellt/vermietet bzw. andererseits aber auch über ein Franchise-System vertrieben werden.