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Wings for life World Run

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Foto: © Red Bull Content Pool

Catch me if you can

Am 3.Mai 2015 fand zum zweiten Mal der Wings for life World Run statt. In insgesamt 33 Ländern gingen exakt zur selben Uhrzeit (11 Uhr UTC) 101.280 Sportbegeisterte unter dem Motto „run for those who can´t“ an den Start. Neben dem eigenen Ziel, eine persönliche Bestleistung zu erzielen, stand vor allem eine Sache im Mittelpunkt: einen Beitrag zu leisten, um Querschnittslähmung heilbar zu machen. St. Pölten konnte – wie schon im Jahr zuvor – den internationalen Sieger stellen.

Die Spielregeln

Der Start erfolgte in allen Locations zur selben Uhrzeit, in St. Pölten war dies 13 Uhr Ortszeit. 30 Minuten nach dem Startschuss starteten schließlich die “Catcher Cars”, die ständig ihre Geschwindigkeit steigern. Wer eingeholt wird, muss das Rennen beenden, es handelt sich also bei den Catcher Cars um mobile Ziellienen.

Das zu bezahlende Startgeld von 40€ geht dabei zur Gänze an die Wings For Life Stiftung, die es sich zum Ziel gemacht hat, Querschnittslähmung heilbar zu machen. Währenddessen werden alle Kosten, die der Lauf mit sich bringt, von Red Bull getragen, sowie die Organisationsleitung eines simultan stattfindenden Events an 33 Standorten.

Triumphort St.Pölten

Neben österreichischen Skistars wie Marcel Hirscher oder Gregor Schlierenzauer war auch der Vorjahressieger in St. Pölten an der Startlinie. Der aus Äthiopien stammende Lemawork Ketema konnte sich wie auch bei der Premiere im Jahr zuvor zum internationalen Sieger küren. Er steigerte seine Leistung von letztem Jahr um einen Kilometer und wurde erst nach einer unglaublichen Distanz von 79,9km vom Catcher Car eingeholt. Dies entspricht beinahe der doppelten Marathondistanz.

Er entschied sich, auch dieses Jahr wieder in St. Pölten an den Start zu gehen, da sowohl die klimatischen Bedingungen als auch die Startzeit optimal waren. So wurde in St. Pölten bei angenehmen 13 Grad gelaufen, in Indien hingegen bei 33, der kälteste Ort war Moskau mit gerade mal zwei Grad.

Ein gemeinsames Ziel

Neben den einzigartigen Regeln des Laufes ist vor allem die entstandene Gemeinschaft eine Besonderheit. Jeder, der bereits vom Catcher Car eingeholt wurde, konnte gemeinsam mit begeisterten Zuschauern das Rennen von der Video Wall neben der NV Arena aus beobachten und für einen Hobbysportler unmenschlich erscheinende Leistungen bejubeln. Auch wenn dieser Jubel von St. Pölten bis Chile nicht gehört wird, entsteht dennoch eine einzigartige Dynamik und das Gefühl, Teil einer Bewegung zu sein – ein Event in gewohnter Red Bull Manier.