„Gemeinsam können wir mehr bewegen“
Text: Nadine Mittermüller | Do 02. Feb 2012
Der neu gegründete alumni.club der FH St. Pölten will nicht nur Absolventen ansprechen, sondern auch Studierende in sein Programm integrieren. Seminare, eine XING-Gruppe, Jobbörse und vieles mehr zählen dazu – was genau, erzählen Michaela Lechner und Robert Trömer im SUMO-Interview.
Seit wann gibt es den alumni.club der FH St. Pölten?
Michaela Lechner: Mit unseren Aktivitäten haben wir im September 2011 gestartet. Das heißt wir sind noch sehr jung. Wir haben aber schon im Vorfeld für circa ein Jahr in einem Projektteam den alumni.club aufgebaut. Also geschaut, was ist der Bedarf und wie können wir die Erfüllung der Bedürfnisse gestalten.
Was war ausschlaggebend für die Gründung?
Michaela Lechner: Also prinzipiell gab es den Wunsch von der Geschäftsführung der FH, dass in dieser Angelegenheit etwas getan werden soll. Vor Jahren gab es einmal einen Verein, der sich auch alumni.club nannte. Der ist aber dann leider irgendwie eingeschlafen. Jetzt gibt es das auf FH-Ebene, das heißt, wir sind kein Verein, sondern gehören zur FH. Wir sind eine Alumnibetreuung, die alle Absolventen aus allen Studiengängen der FH ansprechen will. Wir verstehen uns als offene Gruppe und wir wollen auch die Studierenden einbeziehen. Wenn man überlegt – die Studierenden sind zwar nur fünf Jahre an der FH, aber ein Leben lang Absolventen der FH. Von diesem Verhältnis her sind uns eben die Studierenden auch sehr wichtig.
Robert Trömer: Zur Motivation möchte ich noch sagen, dass ich selbst Absolvent bin und dass ich das sehr wichtig finde, dass es den alumni.club gibt. Es ist halt von Bedeutung, dass man sich auch nach dem Studium mit der FH verbunden fühlt.
Was umfasst das Angebot des alumni.clubs?
Robert Trömer: Das Angebot umfasst Jobvorbereitung, wie zum Beispiel Seminare für richtiges Bewerben oder richtiges Business-Outfit.
Michaela Lechner: Wir wollen in keiner Konkurrenz zu den Angeboten der einzelnen Studiengänge stehen, sondern etwas anbieten, das alle Studierenden betrifft und interessieren könnte.
Robert Trömer: Wir haben auch eine XING-Gruppe. XING ist ein Netzwerk für Berufstätige oder zukünftige Berufstätige. Mittlerweile haben wir fast 600 Mitglieder. Die Gruppe ist eine sehr gute Möglichkeit, um Kontaktdaten auszutauschen oder einfach mit Studienkollegen, Lektoren und Dozenten in Verbindung zu bleiben.
Michaela Lechner: Diese XING-Gruppe ist auch für alle Studierenden offen. Man kann also auch schon als Student beitreten. Das ist für uns sehr wichtig, weil wir nicht nur Absolventen abholen, sondern auch Studierende – am besten gleich am ersten Tag. So wissen sie, was wir machen und dass wir für sie da sind.
Gibt es abseits der vorhin erwähnten Seminare auch noch spezielle Angebote für die Absolventen?
Michaela Lechner: Wir möchten gerne einmal pro Jahr eine große alumni-Veranstaltung machen.
Für 2012 haben wir die Idee, dass wir ein großes Sommerfest veranstalten, aber das ist noch in Planung. Wir wollen auch gerne Stammtische anbieten.
Sehr viele ehemalige Studierende arbeiten in Wien und würden wahrscheinlich nicht extra nach St. Pölten fahren – oder sei es Linz – wir müssen da mal schauen, wo Absolventen geballt tätig sind und dann mit deren Hilfe Stammtische aufbauen. Das sind unsere Pläne, das müssen wir noch umsetzen.
Außerdem haben wir auch die alumni.club Fotoecke bei den Bachelor- und Masterfeiern, bei der sich die Absolventen mit Talar und Doktorhut fotografieren lassen. Sie können die Bilder dann gratis downloaden. Wir wollen einfach auch Services anbieten, die einen Mehrwert haben. Das ist eigentlich unser Fokus – eine win-win-Situation zu generieren. Die Absolventen sollen einfach wieder gerne zu uns zurückkommen, weil sie beispielsweise zu Gastvorträgen eingeladen werden oder selbst als Vortragende agieren – also auch sehr viel Information und Wissen mitbekommen. Für uns ist auch sehr wichtig, gut in der Wirtschaft vernetzt zu sein und auch, dass die FH ihre gute Reputation behalten und im besten Falle verbessern kann.
Gibt es auch Kooperationen mit anderen alumniclubs?
Michaela Lechner: Ja, wir sind Mitglied bei alumniclubs.net. Das ist ein Verein, bei dem alle deutschsprachigen Absolventenvereine Mitglied werden können. Da sind wir schon relativ bald im vergangenen Jahr beigetreten. Die bieten auch beispielsweise Weiterbildungen für die Absolventenbetreuung an, bei denen man lernt was gut ankommt und wie man etwas organisieren kann.
Robert Trömer: Das ist sozusagen auch ein Erfahrungsaustausch. Man schaut wie andere Universitäten und Fachhochschulen die Alumnibetreuung betreiben.
Michaela Lechner: Ja, genau. Derzeit wird das Programm für nächstes Jahr geplant. Eine Aktivität ist beispielsweise, dass alle Absolventenvereine, die es in Österreich gibt und die Mitglied sind, gemeinsam im Frühjahr nach Großbritannien fahren und dort die Absolventenvereine von Cambridge und Oxford besuchen. Gleichzeitig ist geplant, dass alle Absolventen österreichischer Hochschulen in die Botschaft nach London eingeladen werden und dort ein Absolvententreffen abgehalten wird. Für uns ist das ein großer Benefit, weil wir gerade gestartet haben und es viele andere gibt, die schon umfassende Erfahrungen haben. Aus diesen Erfahrungen können wir viel lernen und mitnehmen.
Ein kurzer Blick in die Zukunft – zuvor wurden schon einige Pläne angesprochen. Gibt es darüber hinaus weitere Pläne für 2012?
Michaela Lechner: Also unser Hauptfokus liegt bei Career Services. Das ist eben für die Studierenden, die schon auf dem Sprung in die Arbeitswelt sind, aber auch für die Absolventen interessant. Das heißt, wir wollen eine Jobplattform aufbauen, aber auch weiterhin Seminare anbieten.
Robert Trömer: Diese Jobbörse soll halt dann auch das schwarze Brett am eCampus ersetzen. Auch die Jobangebote, die gewöhnlich über die Verteiler verschickt werden, sollen gesammelt auf unserer Seite auffindbar sein. So können die Studierenden und Absolventen leichter zu passenden Jobs kommen.
Michaela Lechner: Das ist jetzt mal unser Hauptfokus. Der gröDoodle: Workshop "Schreiben 2" mit Herrn Schöffl ßte Brocken für das nächste Jahr sozusagen.
Robert Trömer: Wir wollen den alumni.club einfach bekannt machen unter den Studierenden. Wir wollen auch versuchen, dass wir Studierende schon ab dem Studienbeginn kontaktieren und mit ihnen in Verbindung treten, sodass wir sie gleich an uns binden – durch Informationen und Veranstaltungen. Wir planen auch mit der Studierendenvertretung Kooperationen, wie beispielsweise ein Sommerfest oder die gemeinsame Veranstaltung von Welcome-Clubbings. Wir sponsern und organisieren das sozusagen mit. Dadurch können wir den Studienalltag etwas interessanter machen und die Studierenden schon während ihres Studiums an die FH binden.
Michaela Lechner: Gemeinsam können wir da mehr bewegen.
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Seit wann gibt es den alumni.club der FH St. Pölten?
a) seit August 2011
b) seit September 2011
c) seit Oktober 2011
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von Nadine Mittermüller
