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Am Anfang war das (Sprich)Wort

113296222_feb3207dc4.jpg_1Es gibt sie wie Sand am Meer – Redensarten wie „die Sau raus lassen“ und Sprichwörter wie „Alles Gute kommt von oben“. Doch woher kommen diese Wendungen, die unserer Sprache oft erst die nötige Würze geben? Tappe nicht länger im Dunkeln, sondern lies den Artikel und dir wird ein Licht aufgehen!



Abgeschaut aus dem Buch der Bücher

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Der Unterschied zwischen Sprichwort und Redewendung liegt darin, dass ein Sprichwort einen vollständigen Satz darstellt. Eine Redewendung hingegen besteht meist aus wenigen Worten.





Einige Sprichwörter und Redewendungen wurden unverändert aus der Bibel entnommen. Beispielsweise hat sich aus Psalm 7,10: „…denn du, gerechter Gott, prüfest Herz und Nieren“ eine gängige Redewendung entwickelt: „Etwas auf Herz und Nieren prüfen“. Die Sprichwörter „Hochmut kommt vor dem Fall.“, „Alles Gute kommt von oben.“ und „Der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach.“ stammen genauso aus der Bibel wie die Redensarten „jemandem ein Dorn im Auge sein“, „jemandem sein Herz ausschütten“ und „wie Sand am Meer“.

„Aller Guten Dinge sind Drei.“ bezieht sich auf die Heilige Dreifaltigkeit (Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes).

Andere Redewendungen änderten sich im Laufe der Zeit leicht ab. Aus der alttestamentarischen Spruchweise „Wer eine Grube gräbt, der kann selbst hineinfallen.“ wurde „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“. Die ursprüngliche Bedeutung blieb aber erhalten.

Redewendungen bekennen Farbe

In früheren Zeiten war das Färben von Stoffen ein aufwändiger Prozess. Gelang es den sogenannten Färbern (Personen mit dem Beruf Stoffe zu färben) ihre Stoffe wirklich blau zu färben, erlebten sie ihr „blaues Wunder“. Um den komplizierten Vorgang des Färbens zu beschleunigen, musste mehr Sauerstoff in das Gewebe gelangen. Um diesen Effekt zu erzeugen, schlugen die Färber ihren Stoff mit Holzplatten wahrhaftig „grün und blau“.

Für „dasselbe in grün“ stand der Opel 4/12 (im Volksmund Laubfrosch genannt) Pate. Der grün lackierte Opel galt als eine Nachahmung des zitronengelben Citroën 5CV bzw. 5HP. Für Autokenner war der Opel „dasselbe in grün“.

Das hat Hand und Fuß!

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Auch die Epoche des Mittelalters brachte zahlreiche Redewendungen hervor. Ein Ritter hatte Hand und Fuß, wenn die rechte Hand zum Tragen des Schwerts geeignet war und der linke Fuß, um das Pferd zu besteigen. Bei Zweikämpfen war es üblich, dass Helfer mit einer Holzstange rettend eingreifen durften. Sie hielten dem Kämpfer „die Stange“.



Über die Herkunft der Redewendung „die Sau raus lassen“ gibt es unterschiedliche Überlieferungen. Eine beschreibt eine besonders wertvolle Karte eines mittelalterlichen Kartenspiels. Jene hatte die Bezeichnung „Daus“ oder „Sau“. Spielte ein Spieler diese Karte aus, „ließ er die Sau raus“. Eine andere Überlieferung besagt: Betrunkene Studenten hätten auf ihrem nächtlichen Heimweg in Heidelberg die Türen von Schweineställen geöffnet. Sie ließen buchstäblich „die Sau raus“.

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Redewendung als Spiegel der Gesellschaft

Der Ursprung vieler Sprichwörter und Redewendung liegt also schon ein paar Jährchen zurück. Ihre Gemeinsamkeit liegt darin, dass sie alle eng an Geschichte, Gesellschaft und Traditionen geknüpft sind. Im unergründlichen Pool von erklärungsbedürftigen Redewendungen kannst auch Du auf so manch kuriose Ursprünge stoßen!

Die angeführten Links können Dir dabei sehr hilfreich sein! Viel Spaß beim Suchen, Lachen und Staunen!

www.redensarten-index.de

www.redensarten.net

www.sprichwoerter.net

www.latein-zitate.de

www.sprichwort-plattform.org

 Bildquellen: 

computer-bild.de
commons. wikipedia
flickr 

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