Startseite / Knowhow / Lebensraum / Neue Technologien verändern Medizin

Lebensraum

Neue Technologien verändern Medizin

ecgDaniel Kraft M. D., Geschäftsführer von FutureMed der Singularity University, sprach mit TechCrunch über neue Technologien, wie etwa Künstliche Intelligenz, die die Medizin in Zukunft verändern. Hier sechs Punkte, die bereits in naher Zukunft Einiges verändern und erleichtern können.




Künstliche Intelligenz


Mithilfe von Apps, wie etwa SkinScan muss man nicht immer sofort zum Doktor gehen. SkinScan ist ein Tool zur Hautkrebsprävention. Melanome werden durch künstliche Intelligenz als gefährlich oder harmlos eingestuft und es wird auch geraten, ob ein Gang zum Spezialisten notwendig ist oder nicht.

Viele Daten


Es ist möglich mehr Daten zu niedrigeren Preisen zu generieren. In Zukunft werden DNA Analysen zum gleichen Preis wie Bluttest heute gemacht. Sobald diese Daten dann mithilfe von Crowdsourcing und Clouds abgefragt werden können, können mit den daraus entstehenden Daten Analysen und Vorhersagen gemacht werden. So können beispielsweise Wahrscheinlichkeiten berechnet werden, ob man mit seinen Genomen Gefahr läuft, bestimmte Krankheiten zu bekommen. Das wichtigste dabei ist, die Masse an Daten so zu verbinden, dass sinnvolle Erkenntnisse daraus gewonnen werden können. So wäre es hilfreich intelligente Instrumente zu entwerfen, die beispielsweise jede körperliche Aktivität messen und bei Gefahr Hilfe holen. Weiters können solche Tools auch zur Überwachung von verschriebenen Therapien eingesetzt werden.

3D Drucken


3D Drucker werden künftig auch in der Medizin eingesetzt werden. So soll es möglich werden den Fuß eines Patienten einzuscannen und anschließend eine Prothese mit passender Hautfarbe und Größe zu produzieren. Eine Verbindung von 3D Druckern und Stammzellen wird es vielleicht auch möglich machen, ganze Organe zu drucken, wenn die 3D „Tinte“ durch Stammzellen ersetzt werden kann.

Social Health Netzwerke

healtgraph


In Sozialen Netzwerken gibt man häufig sehr viel Persönliches preis. Dies soll nun auch auf Gesundheitsinformationen zutreffen, denn die Bekanntgabe in Netzwerken verspricht einige Vorteile. Es gibt schon Social Health Netzwerke wie etwa PatientsLikeMe, auf denen man seine gesamte Gesundheitsakte teilt.

Die aggregierten Daten werden analysiert und mit anderen Patienten verglichen. Dadurch kann leicht festgestellt werden, welche Medikamente gut wirken und es können auch Vorhersagen und klinische Studien vereinfacht durchgeführt werden.

Kommunikation mit Doktoren


Mit Doktoren wird schon häufig über neue Kommunikationsplattformen wie beispielsweise Skype oder gewöhnliche Mobiltelefone kommuniziert. Probleme, die sich dabei auftun und bisher noch nicht gelöst wurden, sind die Bezahlung für diese Dienstleistungen der Ärzte und die Regulation. Für vertrauliches Gespräch mit dem Arzt benötigt man eine sichere Verbindung und der Arzt muss seine Zeit zur Verfügung stellen. Für beide Dienste sollte bezahlt werden, damit dieses System auch eine Zukunft hat und sich weiterentwickeln kann.

Mobil


Mobiltelefone haben großes Potential in der Medizin, denn sie können für viele verschiedene Bereiche eingesetzt werden. Beispielsweise gibt es eine App für das iPhone4 – AliveCor iPhone ECG – und einen dazugehörigen Metallaufsatz, der es erlaubt ein Elektrokardiogramm (EKG) zu jedem Zeitpunkt durch bloße Berührung des Metallaufsatzes zu machen. Große Fortschritte auf diesem Gebiet werden vor allem in Afrika und Indien gemacht, da in Amerika die Regulierungen für diesen Bereich sehr streng sind, was die Innovationen und Forschung hemmt.



Auf uns kommen sehr viele spannende Entwicklungen im Medizinbereich zu. Abzuwarten bleibt nur, welche Neuerungen sich bereits 2012 durchsetzten können.

von Nadine Mittermüller

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren