Verträumter Deliman - österreichischer Reggae
Text: Hannah Jenke | Mi 18. Jan 2012
Christian Lahodynsky, der 2010 den Austrian Newcomer Award gewann, ist nun am Feilen seiner Karriere. Für den 22-jährigen Wiener läuft alles wie am Schnürchen. Vor einer Woche hat er seine erste Tour beendet und beantwortet SUMO einige Fragen.
SUMO: Was bedeutet „Deliman“
Deliman: Es ist eine Abkürzung des englischen Wortes „delirious“, was träumerisch bedeutet. Da ich selber eine träumerische Persönlichkeit habe, ist der Name sehr passend.
SUMO: Woher kommt deine leicht jamaikanische Aussprache, die man bei deinen Liedern heraushört?
Deliman: Das ist ein jamaikanischer Slang, oder auch Patwa(h) genannt. Die meisten Reggaekünstler singen so. Ich habe als Kind schon immer die Platten meiner Eltern gehört und mich immer mehr für diese Art der Musik interessiert, somit habe ich mir das einfach angewöhnt.
SUMO: Hast du eine „Stammband“ oder arbeitest du mit mehreren Gruppen zusammen?
Deliman: Ich möchte mit verschiedenen Interpreten zusammenarbeiten. Die Fireman Crew ist eine Band, mit der ich sehr gerne auftrete und auch gut harmoniere. Ende November bin ich mit einer Band aus St. Pölten, „House of Riddim“ im Wiener Flex. Ich habe auch ein Lied gemeinsam mit Chuck Fenda „the living fire“ aufgenommen.
SUMO: Welche Künstler haben dich inspiriert, Reggae-Musik zu machen?
Deliman: Reggae ist für mich nicht nur Musik, sondern eine Leidenschaft. Natürlich war Bob Marley, der King of Reggae, ausschlaggebend. Neben Dennis Brown, den meine Eltern schon hörten, ist jetzt auch Gentleman ganz klar einer meiner Favoriten.
SUMO: Auf deiner CD hast du ein Feature mit „Virgin Attitude“ aufgenommen. Er ist ein amerikanischer Künstler. Wie bist du denn dazu gekommen?
Deliman: Virgin Attitude ist ein Künstler aus der Karibik. Ich bin großer Fan seiner Musik und habe mich über das Internet mit ihm in Verbindung gesetzt. Er war einverstanden und wir haben gemeinsam an einem tollen Lied arbeiten können.
SUMO: Und wieso ausgerechnet Reggae?
Deliman: Ich finde, Reggae ist universell. Egal wo man gerade ist, das ist Musik, die man immer hören kann. Es ist Musik für jeden.
SUMO: Du hast kürzlich deine erste Tour beendet. Was kannst du über das „Leben am Tourbus“ erzählen?
Deliman: Ich habe es wahnsinnig toll gefunden. Ich bin auch in Deutschland auf viel Bestätigung gestoßen und hatte viel Spaß. Wir haben auch einige Merchandising-Produkte verkaufen können, und auch das neue Album wurde zahlreich gekauft. Besonders gemocht habe ich es, an verschiedenen Plätzen und Orten für verschiedene Leute aufzutreten.
SUMO: Wie läuft das mit deinem Management ab?
Deliman: Momentan bin ich bei einem Independent Lable unter Vertrag und helfe dort auch viel mit. Ich habe keine gebundenen Verpflichtungen und bin somit sehr selbstständig und mache auch viel beim Showbooking.
SUMO: Ich danke dir, dass du dir Zeit genommen hast und wünsche dir noch viel Erfolg!
Deliman: Dankeschön, hat mich sehr gefreut!
von Hannah Jenke
