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Ship Cracking Guns

dieband„Hätte Käpt’n Blaubär eine Band an Bord, dann wäre es wohl Ship Cracking Guns.“ – So beschreibt sich Ship Cracking Guns selbst. Ein überraschendes Interview mit einer Band aus Oberösterreich, die sich selbst nicht ganz ernst nimmt.





Ship Cracking Guns
bestehen aus Marius (29), Harry (24), Ted (24) und Fabian (18). Mit ihrer rockigen Musik verbreiten sie auf der Bühne trotz teils melancholischer Songs viel Spaß und Leidenschaft. Im SUMO-Interview erzählen Ship Cracking Guns von ihren Anfängen, ehrlichen Songtexten und Maskottchen, die erst auf der Bühne zu wirken beginnen.

SUMO: Ihr wart nicht immer zu viert. Wie ist Ship Cracking Guns entstanden?

Ted: Harry und ich haben vorher schon gemeinsam in einer Band gespielt und Marius haben wir dann kennen gelernt. Marius meinte, wir sollten gemeinsam etwas Akustisches machen.
Harry: Dann haben wir eine Zeit lang parallel eine Band gehabt.
Ted: Wir haben eine CD aufgenommen, akustisch. Da hat aber irgendetwas gefehlt, deshalb haben wir einen Schlagzeuger dazu genommen und sind auf E-Gitarren umgestiegen.
Marius: Anfangs haben wir gedacht: „Nur ein Schlagzeug dazu, das klingt dann super.“ Aber irgendwer von uns hat einmal nicht die Akustikgitarre, sondern die E-Gitarre zur Probe mitgebracht,  es wurden die Verzerrer eingeschalten. Es hat sich dann verselbstständigt.

SUMO: Ihr studiert bzw. arbeitet alle neben der Band. Wie bringt ihr das alles unter einen Hut?

Marius: Das ist ein großer Hut (lacht).
Ted:
Mit dem nötigen Willen geht alles.
Marius: Wir sind eigentlich nur am Wochenende in Linz auf Gigs und in der Ferienzeit geht es natürlich besser.

SUMO: Ship Cracking Guns bedeutet frei übersetzt „Schiff zerstörende Kanonen“. Wie seid ihr zu dem Namen gekommen?

Ted:
Marius ist mit dem Vorschlag gekommen und wir waren einverstanden.
Harry:
So läuft das regelmäßig bei uns.
Marius: Wir denken einfach nicht nach und sagen, das passt schon so (lacht).



SUMO:
Eure Band beschreibt ihr mit den Worten „Hätte Käpt’n Blaubär eine Band an Bord, dann wäre es wohl Ship Cracking Guns.“ Was hat Käpt’n Blaubär mit eurer Band zu tun?

Harry:
Das ist auf meinem Mist gewachsen. Wir brauchten etwas mit Schiffen, Matrosen und da ist mir der Käpt’n Blaubär eingefallen. Wir nehmen uns so und so nicht sonderlich ernst.

SUMO: Bei euren Auftritten ist immer ein Plakat mit einer Frau dabei. Wie seid ihr zu diesem Plakat gekommen?

Marius: Wir haben uns mit einem Bekannten zusammengesetzt, der auf der Uni Grafik und Design studiert. Er sollte unsere Vorstellungen in einem Logo zusammenfassen. Er hat das krasse Gegenteil davon gemacht und das ist jetzt unser Logo.
Ted: Zuerst wollten wir eine Gallionsfigur in einem Piratenkleid.
Harry: Man sollte noch sehen, dass sie auf einem Schiff ist und jetzt ist es komplett was anderes.

SUMO:
Demnächst erscheint euer Album „Mündungsfeuer“. Wer schreibt eure Songs und wie ehrlich sind sie wirklich?

Marius: Das große Kollektiv. Meistens schreiben Harry und ich. Das eigentliche Ergebnis wird in der Probe mit allen zusammen erarbeitet. Ehrlich ist es schon, zumindest meine Texte.
Harry: Naja, ich fahre keinen Mercedes, wie es in einem Lied heißt. Aber sonst ist es eigentlich schon ehrlich, da wird nicht viel geschwindelt. Marius ist unglaublich melancholisch. Ich schreibe eher die sinnfreien, lustigen Texte.
Marius: Nach drei Songs von mir wird es Zeit, dass Harry wieder mit einer Nummer ankommt.

SUMO: In vier Jahren Bandgeschichte hattet ihr schon einige Auftritte. Das Publikum fasst zwischen zwei und 4.000 Fans. Seid ihr immer noch nervös davor?

Harry: Teils, teils.
Ted: Lampenfieber ist ja wichtig.
Marius: Wenn wir das nicht mehr hätten, würden wir sofort aufhören.



SUMO: Habt ihr ein Maskottchen, das euch die Nervosität etwas nimmt?

Marius: Ja, früher habe ich bei einem ehemaligen Bandmitglied die kleine Schwester babygesittet. Ihr hat das so viel Spaß gemacht, dass sie mir ihr Spielzeug geschenkt hat. Das war ein kleiner Plüschhund. Aber der Zuständigkeitsbereich von ihm beginnt erst auf der Bühne.
Ted:
Noch nicht auf dem Weg dorthin.
Marius: Nein. Einmal habe ich mir auf dem Weg zur Bühne die Kniescheibe rausgedreht und die Bänder gerissen. Da hat auch der Plüschhund kein Glück gebracht.
Harry: Das war ekelhaft zum Anschauen.

SUMO: Ist sonst auch schon mal etwas schief gelaufen?

Ted:
Nein, wir sind immer gut vorbereitet.
Marius: Es kommt nie vor, dass wir mit 3 Autos nach Salzburg fahren, ohne zu wissen wo wir die Nacht verbringen, wo wir spielen und wer der Veranstalter ist (lacht).

SUMO: Ihr habt ja sogar euer eigenes Tonstudio, wie seid ihr dazu gekommen?

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Ted:
Wir haben einen Proberaum gebraucht und das Tonstudio haben wir selber gemacht.
Harry: Das war vorher eine Bar.
Marius: Aber eigentlich ist das nicht unser Studio, das ist Tatendrang Records, und gehört eigentlich Ted.



SUMO: Und noch eine Frage für unsere SUMO-Leser: Welche sind eure Lieblingsbands?

Harry: Foo Fighters und Subways.
Marius: Dream-Theater, Metallica, Live, Beatsteaks, Fiona Apple, Pink Floyd.
Fabian: Mothers Cake, Peter Fox, Nirvana, Red Hot Chili Peppers, Pink Floyd, Muse, Led Zeppelin.
Ted: Foo Fighters, Panda, Social Distortion, John Mayer, Mando Diao.

SUMO bedankt sich herzlich für das unterhaltsame Interview. Für alle, die noch mehr von Ship Cracking Guns hören wollen, gibt es auf ihrer Myspace-Seite eine Hörprobe. Live zu bestaunen ist die Band das nächste Mal im Februar im Bëck’s in Zwettl an der Rodl.

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