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Chillout-Lounge

Tomorrow Festival – Global 2000 Review

GelndeMit Acts wie Mono&Nikitaman, Culcha Candela, Chase&Status, Patrice, Bauchklang, Aphrodite, Brookes Brothers, Futurebound und vielen mehr war das erste Global 2000 Tomorrow Festival ein voller Erfolg.





Location gut, alles gut

Man soll es nicht für möglich halten, aber das AKW-Zwentendorf gibt eine absolut einzigartige Location für ein Festival ab. Rund um den Gebäudekomplex befinden sich Äcker und Wiesen, wo die Besucher mit ihren Autos parken und ihr Zeltlager aufschlagen konnten. Und das Festival-Gelände selbst bot auch genügend Platz für die rund 8.000 Besucher.

Auf drei Bühnen (Tomorrow Mainstage, Electronic Stage, Drum&Bass Dubstep Arena) performten national und international bekannte Artists ihre neuen Tracks sowie alt bekannte Klassiker.

Tag 1: Freitag 25. Mai 2012

CulchaMit der Berliner Reggae-/Dancehall-/Hip-Hop Gruppe Culcha Candela ging am Freitag einer der absoluten Headlinder des Festivals an den Start. Die Band stellte ihr aktuelles Album Flätrate vor und trällerte nebenbei auch noch ältere Megahits wie „Hamma“ oder „Monsta“. Durch ihre kreative Bühnenshow und der Unterstützung von vier weiblichen Tänzerinnen, geriet das Publikum, das hauptsächlich aus weiblichen Fans bestand, völlig aus dem Häuschen.

Hier ein kleiner Eindruck ihrer Show:

Nicht nur die Mainstage war mit erstklassigen Bands wie Culcha Candela, Mono&Nikitaman, Texta, Kreisky und vielen mehr vertreten. Auch die Drum&Bass Dubstep Arena trumpfte am Freitag mit Smooth, Futurebound, Shockone, den Brookes Brothers und vielen mehr auf. Und mit Len Faki, Spektre, Tiefschwarz usw. war auch die Electronic Stage am ersten Festivaltag gut aufgestellt.

Teil 1 von Daniela Brindlmayer

Tag 2: Samstag 26. Mai 2012

Auch am zweiten Tag des Global 2000 Tomorrow-Festivals gibt es einiges zu sehen. Das Line-Up, welches durchaus als bunt durchmischt (im positiven Sinne) bezeichnet werden kann, bietet auch am letzten Tag des Festivals für jeden Geschmack etwas.

Für mich beginnt das Festival mit The Beth Edges einer Indie/Alternative Band aus Oberösterreich. Die Stimmung ist ausgelassen und man spürt deutlich die Verbindung zwischen Band und Publikum. Hier wird Musik von Leuten wie dir und mir gemacht, mit dem gemeinsamen Ziel, ein Zeichen gegen Atomkraft zu setzen. Leider kommt es zu keiner Zugabe, zu der die Band durchaus gewillt gewesen ist, da kurzerhand der Strom abgedreht wird. Immerhin bringt mich dieser Umstand zum schmunzeln, da wir uns ja auf dem Gelände eines zu einem Solarkraftwerk umfunktionierten Atomkraftwerks befinden.

Weiter geht’s mit den Sofa Surfers, die ebenfalls auf der Mainstage spielen. Die vier Wiener mit dem schwer einzuordnenden Musikstil  heizen dem Publikum ordentlich ein und liefern eine energiereiche Performance mit sattem Sound. Nach einem kurzen Abstecher zur Electronicstage, wo sich für mich erstmals die Gelegenheit ergibt, direkt in einer Halle eines Atomkraftwerks zu feiern, mache ich mich kurz vor ein Uhr früh auf zum Höhepunkt des Festivals.

Chase&Status, das in London lebende Elecrtonica Duo, zählt zu einer fixen Größe in der Drum&Bass und Dubstep Szene und ist gleichzeitig Headliner des Festivals. Sie liefern eine solide Show ohne große Überraschungen, die mit flashigen Visuals untermalt wird. Leider ist nach einer Stunde auch schon wieder Schluss, ich habe mir noch ein paar Nummern mehr gewünscht. Egal, weiter geht’s zu Aphrodite, um das Festival standesgemäß ausklingen zu lassen.

visual
Auf dem Weg zu meiner Mitfahrgelegenheit erregen die Visuals, welche auf die AKW – Kulisse projiziert werden, meine Aufmerksamkeit. Ein besonderes Highlight hierbei ist ein 3D –Mapping Projekt von  Studenten der FH St. Pölten. Etwas schade finde ich, dass sich nur wenige die Zeit nehmen um sich die Visuals  länger anzusehen.


Auf der schon morgendlichen Heimfahrt im kapazitätsmaßig voll ausgelasteten Auto lasse ich das Festival noch einmal Revue passieren – das Tomorrow 2012 war ein kleines aber dennoch feines Festival. Ich mag es nicht, wenn ich kilometerlang von einer Bühne zur anderen gehen muss. Dadurch, dass alles so zentral gelegen ist, war es möglich innerhalb kürzester Zeit von einer Stage zur anderen zu switchen. Das Wetter hat ebenfalls gut mitgespielt, und abgesehen von einigen organisatorischen Mängeln oder der Tatsache, dass man auf einem umweltorientierten Festival zu lange den nächsten Mistkübel suchen musste, hatte ich eine super Zeit am Tomorrow 2012.

Dass das Festival auch gleichzeitig der Paukenschlag zum Atom-Ausstiegs-Volksbegehren war, möchte ich an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung rufen. Wer unterschreiben möchte, kann dies hier tun.

Teil 2 von Sebastian Seefischer

Fotos vom AKW: Global2000

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