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Medien Apps - Blättern 2.0

img_content_Artikel2Im App-Store findet man zwar viele verschiedene Medien-Apps, doch die meisten sind in ihrem Aufbau und der Handhabung kurz und bündig Schrott. Dabei wäre es doch so einfach die Nutzer zu beeindrucken, oder nicht? Aber wie beeindruckt man eigentlich?

 


App-Spezialisten sind der Meinung, Einfachheit und Klarheit wird belohnt. Wenn man sich jetzt selbst fragt, trifft das auch zu. Was will ich? Eine klare Struktur wie in vielen Printmedien und zusätzlich die Erweiterung des Contents um den Faktor Multimedia, sprich Video, Sound, Animationen und Ähnliches. Klingt ja eigentlich ganz einfach, doch warum gibt es dann so viele schlechte Anwendungen?

Die Probleme sind genauso banal, meistens funktioniert die Applikation einfach nicht. Sie lässt sich nicht ordentlich blättern, die Navigation durch die virtuellen Seiten ist nicht einheitlich oder es gibt bereits Probleme beim laden. Zu Beginn wiegen die Fehler der Entwickler am stärksten, den hier zeigt sich, ob ich die Anwendung nutzen werde oder nicht. Wenn man die App öffnet und gleich zu Beginn ein Video mit Ton startet, bekommt man sozusagen einen Schock und verlässt beispielsweise das Magazin wahrscheinlich sofort. Wenn man sich dann mal in der Applikation befindet, sich aber überhaupt nicht auskennt und die Anwendung nicht selbsterklärend ist, ist bereits der nächste Punkt schief gegangen und die Anwendung landet am App-Friedhof.

Reale Magazine liest man, weil man an dem Inhalt interessiert ist und genau aus dem gleichen Grund laden sich die Nutzer eine Medien-App auf ihr Tablet oder Smartphone. Daher ist es ein großer Fehler, wenn man denkt, dass man den Nutzer mit versteckten Inhalten überraschen muss. Denn dieser will sich die Informationen einfach nur holen und nicht nach ihen wie nach Ostereiern suchen. Ein Problem für die Entwickler ist, dass es zur Zeit noch sehr wenige bis keine Software für das erstellen von Medien-Apps gibt. Apple ist hierbei wieder einmal Vorreiter mit dem Self-Publishing-System iBook Author. Damit kann man Content simple und schnell darstellen, das noch dazu ohne große Kenntnisse im Bereich Design oder Programmierung. Schwieriger ist hierbei schon die Umsetzung mittels Adobe Software, jedoch kann man sich dabei richtig ausleben und qualitativ sehr hochwertige Apps erstellen.

Hier nun drei Medien Apps, welche all diese Hürden relativ gut überwunden haben.

Our Choice

Al Gores digitales Klimabuch ist zwar schon etwas älter, trotzdem ist es eine App für Vordenker. Der Content wird auf total neue Art dargestellt und bleibt trotzdem einfach und nutzerzentriert. Ebenso einfach ist auch die Handhabung, wodurch man sich die Erklärung der Navigation sparrt. Die App ist eine Einmalausgabe und für 3,99€ im Store erhältlich.

Katachi

Ein beeindruckendes Magazin aus Norwegen, welche bis ins kleinste Detail geplant ist und einen wirklich beeindruckt. Bis jetzt sind noch nicht viele Ausgabe erschienen, da es eigentlich eine Demonstration-App für die dahinter stehende Design-Plattform ist. Die Ausgaben kann man sich einzeln für einen Preis von 2,39€ kaufen.

The Red Bulletin

Das Monatsmagazin des Dosenkonzerns aus Salzburg wird zur Gänze mit der Standard Design Software von Adobe umgesetzt und zeigt, das auch ein kontinuierliches Magazin beeindrucken kann. Zu Beginn wird einem kurz die Navigation durch interaktives Einbinden gezeigt und dann geht es mit dem Lesespass schon los. Ein wichtiger, wenn nicht für viele der wichtigste Pluspunkt ist, das es gratis zur Verfügung gestellt wird.

von Tobias Zehetner

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