Välkommen till Stockholm!
Text: Iris Kienböck | Do 11. Aug 2011
Wer denkt, in Stockholm wäre es immer kalt, dem soll gesagt sein: Schon im April hat es ähnliche Temperaturen wie in unseren Breitengraden. Aus diesem und noch vielen anderen Gründen ist Stockholm als Reiseziel für einen Städtetrip wärmstens zu empfehlen. SUMO nimmt dich mit auf eine Reise durch die schwedische Hauptstadt.
Tag 1 – Tschüss, Österreich! Hej, Sverige!

Nachdem wir sicher am Flughafen Stockholm Arlanda gelandet sind und unser Gepäck abgeholt haben, nehmen wir den nächsten Bus Richtung Innenstadt. Am Busterminal angekommen beginnt die Suche nach der T-bana (Stockholmer U-Bahn). In vielen Stockholmer Metrostationen sind Kunstobjekte und Malereien zu finden – also immer die Augen offen halten!
Im Hotel angekommen, sind wir über die Ausstattung, das Design und nicht zuletzt über den freundlichen Service äußerst erfreut. Kurz ausgepackt und schon geht es munter weiter. Unser Sightseeing-Plan für heute: Das Vasa-Museum. Das hat am Mittwoch nämlich bis 20 Uhr offen. Die Vasa ist ein Schiff, das auf seiner Jungfernfahrt noch im Hafen gesunken ist und erst Jahrzehnte später geborgen wurde. Rund um das Schiff wurde eine Halle gebaut, sodass es nun im Trockenen besichtigt werden kann. Das riesige Schiff ist ein imposanter Anblick und auch die Geschichte wird auf mehreren Stationen interessant geschildert. Das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!
SUMO-Tipps:
- Den Flughafenbus „Flygbussarna“ schon im Vorhinein im Internet buchen. Das spart Zeit und Geld.
- Günstige Hotels findet man auf booking.com. Ganz besonders zu empfehlen: Das zentral gelegene Scandic Anglais.
- Für die T-bana gibt es in den Pressbyrån-Shops direkt in der U-Bahnstation zu kaufen. Tipp: Vorher prüfen, ob es sich die Fahrt überhaupt rechnet. Die meisten Ziele sind problemlos zu Fuß erreichbar.
- Den Audio-Guide für das Vasa-Museum kann man sich schon vorher auf der Website als mp3-Datei herunterladen. Im Museum sind an den verschiedenen Stationen die Nummern der Tracks angezeigt, die dann bequem über iPod und Co. angehört werden können.
Tag 2 – Essen, Shopping und… ach, ja… Sightseeing

Der Tag beginnt mit einem grandiosen Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Gestärkt und mit coffee-to-go machen wir uns auf den Weg zur Saluhall, einer Markthalle, in der man Köstlichkeiten von Früchten über Fisch bis hin zu Fleisch bestaunen, kosten und kaufen kann. Bei der großen Auswahl wissen wir gar nicht, wo wir anfangen sollen und entscheiden uns dafür, nur zu gustieren. Weiter geht es in die Innenstadt, genauer gesagt zum H&M Flagship Store. Von dort zieht es uns die Einkaufsstraße entlang, bis wir die Brücke nach Gamla Stan, der Altstadt, erreichen. Hier befindet sich der Palast der königlichen Familie, den wir auch gleich besichtigen. Wir bekommen einen Eindruck davon, wie es wäre, mit dem König an einem Tisch zu sitzen, da einige Räume auch heute noch für besondere Anlässe genutzt werden. Zum Abendessen gönnen wir uns Chicken Wings und Burger im Hard Rock Café.
SUMO-Tipps:
- In Stockholm findet man in Coffeeshops (und auch sonst überall) Zimtstreuer für den Kaffee. Einmal probiert, möchte man seinen Kaffee am liebsten nur mehr so trinken.
- Für Musikliebhaber: Bengans.se bietet eine große Auswahl an CDs, Schallplatten und Fanartikeln.
- Wer gerne zu H&M shoppen geht, wird auch bei Cubus fündig.
Tag 3 – Stockholm by bus

Im Doppeldeckerbus erkunden wir Stockholm. Abfahrt ist unter anderem beim Gustav Adolfs Torg, wo beide Linien (blau und gelb) halten. Auch wenn man jederzeit aus- und wieder einsteigen kann, zahlt es sich aus, die ganze Bustour auf einmal zu machen. Das Ticket ist zwar nicht ganz billig (260 SEK), dafür kann man die Sightseeing-Busse 24 Stunden lang nutzen.
Am Nachmittag fahren wir mit der T-bana zum Globen, dem Stockholmer Veranstaltungszentrum. Ein Aufzug bringt Gäste auf die Kuppel, von der man über die Dächer der Stadt blicken kann – ein Gefühl von Freiheit.
SUMO-Tipps:
- In der Muffin Bakery kommen Schleckermäuler voll auf ihre Kosten. Es werden die verschiedensten Sorten angeboten – von Banane/Milchschokolade bis Blaubeere/Käsekuchen.
- Eine günstige Alternative zum Globen-Aufzug: Der Aufzug in Södermalm kostet umgerechnet nur 1 € und bietet einen wunderschönen Ausblick (im April war er allerdings außer Betrieb).
- Die Stiegen beim Kulturhuset am Sergels Torg sind der ideale Platz für eine Pause.
Tag 4 – Alternativwege und das Freilichtmuseum
„Ich glaub, da sind wir falsch.“ – Eine weise Erkenntnis, aber für uns kein Problem. Wir finden auch ohne Blick auf die Karte den richtigen Weg zum Freilichtmuseum Skansen. Denn schon nach wenigen Tagen in Stockholm sind wir mit der Innenstadt bestens vertraut. Das Freilichtmuseum hat viel zu bieten: Tiere, Spielplätze und vor allem einen Einblick in das historische Leben der Schweden. Auch wenn die Häuser an diesem Tag geschlossen waren und die Darsteller offenbar frei hatten.
Am Rückweg legen wir an einem Steg am Hafen eine Pause ein und genießen die Frühlingssonne und den strahlend blauen Himmel. Den Rest des Tages verbummeln wir mit einem Spaziergang durch die Stadt. Wir wollen nochmals Eindrücke sammeln, bevor wir am nächsten Tag wieder zurück in die Heimat fliegen. In einem Punkt sind wir uns einig: „Der Aufenthalt in Stockholm hätte gerne noch einige Tage länger dauern können.“
Bilder: Dominik Leitner
