Stavanger - Kleine Stadt mit großem Flair
Text: Bettina Bauer | Di 18. Jan 2011
Rom, Paris, Amsterdam – alles schon gesehen? Du findest, es gibt überall die gleichen Straßenverkäufer, Museen und Menschenmassen? Dann auf in den Norden Europas, in die norwegische Stadt Stavanger, die so anders ist als alle europäischen Städte und genau deshalb eine Reise wert.
Die Touristenfänger von Stavanger
Egal ob man an Kunst, Kultur, Sport, Entspannung oder Nightlife interessiert ist, in der viertgrößten Stadt Norwegens, Stavanger, wird einem niemals langweilig.
Ein Muss für jeden Besucher ist die historische Altstadt mit ihren nordisch-weißen Holzhäuschen und der üppigen Blumendekoration. Die Kathedrale am Hauptplatz und den Valberg Turm, einen alten Wachturm, sollte man sich auch nicht entgehen lassen.
Die eindrucksvollsten Urlaubsfotos macht man bei den „Schwertern im Stein“. Drei riesige Schwerter nahe dem Meer erinnern hier an die Schlacht gegen den Dänemark zur Vereinigung Norwegens in ein Königreich.
Für alle Kulturbegeisterten laden die zahlreichen Festivals zum Verweilen ein. Von Jazz über Kammermusik bis hin zu regionalem Essen: alles wird groß gefeiert in Stavanger. Unter den zahlreichen Museen der Stadt finden sich Raritäten wie ein Öl-Museum und ein Konservendosenmuseum. Aber auch das Anthropologische Museum und das Schifffahrtsmuseum sind einen Besuch wert.
Reiten, Shoppen oder Relaxen? Am besten alles!
Wandern, radfahren, reiten, paragleiten und vieles mehr kann man rund um Stavanger. Und wer denkt, bei einem Urlaub im hohen Norden auf sexy Mädels im Bikini und braungebrannte Burschen verzichten zu müssen, der wird im Juni, wenn der Beachvolleyballweltcup Station in Stavanger macht, eines Besseren belehrt.
Möchte man Souvenirs für die Freunde zuhause besorgen, wird man im Kvadrat, dem größten Kaufhaus Norwegens, garantiert fündig.
Braucht man dann eine Erholungspause, kann man es sich in den Cafés rund um den Hafen gemütlich machen und die Welt an sich vorbeiziehen lassen. Nach der Verschnaufpause geht es mit neuen Kräften ab ins Nachtleben. In den zahlreichen Pubs und Clubs in der Nähe des Hafens trifft man Einheimische genauso wie Touristen. Egal wo man einkehrt, die Stimmung ist immer gut, die Menschen sind lebenslustig und freundlich, nur der Alkohol ist etwas teuer. Für alle Kulturbegeisterte empfehle ich, folgende Locations zu besuchen: Checkpoint Charlie, Timbuktu Bar & Restaurant und Hall Toll. Wer so richtig abtanzen will und älter als 21 Jahre ist, sollte sich Taket Bar & Nightclub nicht entgehen lassen.
Das Wandern ist des Norwegers Lust
Das berühmte Wahrzeichen der Region Rogaland, deren Hauptstadt Stavanger ist, ist der Felsvorsprung Preikestolen. Egal ob Outdoorfan oder Couchpotatoe, jeder, der die zwei Stunden Wanderung hinauf zu dem gigantischen Felsvorsprung in Kauf nimmt, wird mit einer mystisch-romantischen Aussicht belohnt. Die ganz Mutigen riskieren einen Blick auf den über 600 Meter tiefen Lysefjord.
Vor einigen Jahren plante die Stadt Stavanger einen Aufzug bis hinauf zum Preikestolen zu bauen, um den Touristen die Strapazen des Aufstiegs zu ersparen. Viele der 124.000 Einwohner wehrten sich heftig dagegen, denn ihrer Meinung nach muss man sich diesen einmaligen Ausblick verdienen.
Wer es etwas ruhiger mag, ist auf den Inseln rund um Stavanger genau richtig. Die bewohnten Inseln Mosteroy, Rennesoy und Finnoy sind durch Autotunnel mit dem Festland verbunden und so bequem zu erreichen. Alle weiteren Inseln sind an ein gutes Fährennetz angebunden und man kann bequem per Fuß oder Rad die herrliche Natur entdecken. Es gibt auch die Möglichkeit Boote zu mieten, daher ist diese Gegend bei Fischern sehr beliebt. Abseits vom hektischen Stadtleben kann man auf den grünen Inseln den „norwegian way of life“ erleben.
Stavanger, das im 18ten Jahrhundert durch Fischfang und die Konservenindustrie zu Reichtum gelangte, lässt für Besucher keine Wünsche offen und ist ein Paradies für Individualtouristen.
Neugierig geworden? Mehr Informationen gibt es unter www.regionstavanger.com.
Foto: Lysefiord - Bettina Bauer
