FOMO im Marketing (Erstellt von Google Gemini am 12.03.2026 um 15:00, mit dem Prompt: „Bitte generiere ein Bild über Fomo im Marketing – Angebotsüberflutung.“)
Warum kaufen Menschen Dinge, die sie eigentlich gar nicht brauchen? Die Antwort darauf liegt oft in der Angst, etwas zu verpassen – ein Gefühl, das FOMO-Marketing gezielt nutzt.
Der Begriff „FOMO“ bedeutet „Fear of missing out“ und beschreibt die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen. Manche Menschen haben ein starkes Bedürfnis nach Zugehörigkeit und häufig die Angst, Chancen oder an bestimmten Dingen nicht teilnehmen zu können. Es wird davon ausgegangen, dass das subjektive Wohlbefinden stark davon abhänge, ob diese Bedürfnisse erfüllt sind. Der ständige Vergleich mit anderen könne dazu führen, dass Individuen das Gefühl entwickelten, nicht „genug“ zu sein oder nicht genug zu besitzen.
Häufige Symptome seien das Gefühl von Unzufriedenheit oder Einsamkeit, denn FOMO könne Stress auslösen, Angst verstärken und zu innerer Unruhe führen. Abgesehen von der psychischen Gesundheit, die unter dem permanenten Druck leiden kann, seien zusätzlich körperlichen Beschwerden wie Konzentrationsproblemen, Schlafmangel oder Kopfschmerzen erkennbar.Im FOMO-Marketing wird mit genau diesen menschlichen Bedürfnissen und Ängsten gespielt, was dessen Wirksamkeit erklärt.
Zu FOMO gibt es noch den Gegenspieler „JOMO“, was „Joy of missing out“ bedeutet, also eine Freude daran, an gewissen Dingen gerade nicht Teil zu haben. Dabei handle es sich vor allem darum, sich bewusst zu machen, dass es befreiend sein kann, sich dem hektischen Leben zu entziehen und sich bewusst dafür zu entscheiden, zu entschleunigen.
Warum FOMO im Marketing stetig wichtiger wird
In einer Welt von permanenten Angeboten und der Möglichkeit, jederzeit überall alles erwerben zu können, hat sich ein Gefühl von Angst, genauer gesagt die Angst etwas zu verpassen, durchgesetzt.
„FOMO-Marketing“ nutzt genau diese Ängste, um mögliche Verbraucher*innen bzw. Kund*innen zu Kaufentscheidungen zu bewegen.
Soziale Medien sind hierbei das ideale Tool, um ein großes Publikum anzusprechen. Konsument*innen werden durch Push-Nachrichten und gezielter Werbung mit aktuellen Angeboten und Trends in Kürze zum Kauf verleitet. Der Druck, schnell etwas zu erwerben, um Teil von Trends oder des Konsums zu sein, steigt. Unternehmen konkurrieren durch exklusive Angebote, Knappheit und Trends, um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe. Sie suggerieren hierbei eine Dringlichkeit, Zugehörigkeit und das Gefühl, dass man genau dieses Produkt oder diese Dienstleistung sofort brauche. Auch durch Influencer und virale Inhalte werden die Produkte kurzfristig zu „Must-haves“.
Nicht nur Werbekonzerne und Marken, sondern auch das private Umfeld könnten die Angst, etwas zu verpassen, verstärken z.B. durch gepostete Bilder und Videos von Erlebnissen oder Produkten, wodurch Kaufentscheidungen zunehmend emotional anstatt rational getroffen würden.
Instrumente und Taktiken der FOMO-Strategie
Vor allem im Online-Marketing wird diese Angst häufig gezielt ausgenutzt, um Kunden und Kundinnen zum Kauf zu bewegen und Engagement zu steigern. Unternehmen setzen hierfür Strategien ein, die darauf ausgelegt sind, das Gefühl zu verstärken genau jetzt handeln zu müssen. Ein Beispiel dafür ist die Inszenierung von Exklusivität, um dem Kunden das Gefühl zu vermitteln, man hätte Zugang auf ein besonderes, exklusives Angebot und ist somit Teil einer kleinen Gruppe. Eine weitere Strategie, die verwendet wird, ist, dass Angebote mit Hilfe von Countdowns zeitlich begrenzt werden, um den Kundeneine Dringlichkeit zu übermitteln. Durch die Festlegung einer bestimmten Dauer wird der Entscheidungsprozess verkürzt und lässt den Kunden schneller handeln. Genauso wirkungsvoll ist die künstliche Verknappung eines Produkts. “Nur noch x Artikel verfügbar” oder “x Personen sehen sich dieses Produkt gerade an” sind typische Aussagen die bei dieser “FOMO-Taktik” verwendet werden. Diese sind nur einige der vielen Instrumenten, die bei dieser Art von Marketing eingesetzt werden. Sie bringen Menschen dazu manchmal sogar irrationale Käufe zu tätigen und lassen die Grenze zwischen Wunsch und Dringlichkeit verschwimmen. Davor soll der “Digital Services Act” schützen indem sogenannte “Dark Patterns”, wie zum Beispiel die künstliche Verknappung eines Produkts, verboten werden. Sie beschreiben manipulative Designs die Nutzer und Nutzerinnen zu bestimmten Handlungen führen sollen.

Ethik: Gutes Marketing oder Manipulation?
Der gezielte Einsatz von “FOMO” im Marketing wirft zudem ethische Fragen auf: Marketing lebt grundsätzlich davon, Emotionen anzusprechen, Aufmerksamkeit und Kaufhandlungen/Action zu erzeugen. Doch wenn gezielt mit Druck oder dem Gefühl gearbeitet wird etwas zu verpassen, stellt sich die Frage, wo die Grenze zwischen überzeugendem Marketing und Manipulation verläuft. Gegenüber mündigen Kundinnen und Kunden stellt dies kein grundsätzliches Problem dar. Kritisch wird der Einsatz jedoch dann, wenn gezielt mit starkem Druck gearbeitet wird oder besonders beeinflussbare Gruppen, wie Minderjährige, angesprochen werden.
Neben den persönlich negativen Auswirkungen, die der Einsatz solcher Strategien auf den Kunden haben kann, besteht für Unternehmen auch ein Risiko bei der Verwendung dieser Manipulationstaktiken. Wenn Konsumenten und Konsumentinnen den Eindruck bekommen, gezielt manipuliert zu werden kann das Vertrauen in eine Marke sinken. Besonders in einer Zeit, in der Transparenz und Authentizität einer Marke für viele Menschen immer wichtiger werden, kann aggressives FOMO-Marketing langfristig dem Markenimage schaden. Daher stellt sich für Unternehmen zunehmend die Frage, wie weit sie in der Nutzung solcher Strategien gehen sollten und ob verantwortungsvolles Marketing nicht nachhaltiger sein kann als kurzfristige Verkaufserfolge.
Über die Autorinnen

Ana Virginia Peter ist 20 Jahre alt und studiert Medienmanagement im 4. Fachsemester an der USTP. Ihre Freizeit verbringt sie mit Lesen oder gelegentlich mit Städtetrips.
Kontaktoption: mm241046@ustp-students.at

Lara Hohl ist 22 Jahre alt und studiert Medienmanagement im 4. Fachsemester an der USTP St. Pölten. In ihrer Freizeit liest sie gerne oder beschäftigt sich mit Politik- und Kulturthemen.
Kontaktoption: mm241007@ustp-students.at
